Im Jahre des Herrn 1998 begann für sechs der letzten wahren Helden dieser Erde eine Odyssee von unüberschaubaren Ausmaßen.
Als noch nicht einmal der erste Strahl der Morgensonne den heimatlichen Horizont kitzelte, quälten sie sich auf, um in aller Hast (naja) noch etwas zu essen, um dann den Gmoserschen Shuttle-VW-Bus nach Frankfurt am Main zu besteigen.
Leicht gerädert kamen wir einen Tag später in Inverness an.
Wir setzten uns in den Bus nach Talladale am Loch Maree an der Westküste. Dort setzte uns der Busfahrer ab, worauf wir feststellten, dass in Schottland ein Hotel und zwei Hütten ausreichen, um zu einer Ortschaft zu werden.
Dann begann das Grauen...
Man hatte uns ja reichlich vorgewarnt vor den Midges, der Geißel Schottlands. Doch dass diese pussierlichen Tierchen keine einfachen Moskitos, sondern gerade millimetergroße Plagegeister sind, wussten wir nicht. Siegessicher brachten wir unsere mitgebrachten Anti-Mücken-Mittel auf... und stellten fest, dass nur Weglaufen von Erfolg gekrönt wurde.
Kurz danach stellten wir dann fest, dass man in Schottland nicht einfach auf der Heide sein Zelt aufstellen kann. Dazu müsste es nämlich schwimmen können. Dann eben rauf auf die Hügel. Unter schweren Midges-Attacken stampften wir unsere Zelte aus dem schottischen Hochmoor.
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