Endstation Kvikkjokk. Nach 45-stündiger Reise mit Zug und Bus erreichen wir den Ausgangspunkt unserer Tour. In der STF-Station füllen wir unsere Wasserflaschen, decken uns mit Dschungelöl ein und fragen noch einmal nach, ob unsere geplante Tour praktikabel ist. Dann verabschieden wir uns endgültig von der Zivilisation.
Schnell haben wir die Häuser von Kvikkjokk hinter uns gelassen, vor uns liegen zwei Wochen in (beinahe) unberührter Wildnis. Auf dem Kungsleden geht es hinein in den Wald, wo wir von hungrigen Moskitoschwärmen erwartet werden.
Zunächst wollen wir es nicht so recht wahrhaben, aber wir werden wohl schon am ersten Tag unsere Mückenhüte auspacken müssen. Bald sind wir froh über diese Teile, die wir uns eigentlich mehr für den Notfall zugelegt hatten. Sie sind nicht sonderlich kleidsam, aber das einzig wirksame Mittel, sich die Mücken fernzuhalten. Unsere stolz erworbenen Chemikalien beeindrucken die Viecher leider in keiner Weise.
Durch den Wald weht kein Lüftchen, es ist warm und feucht. Wir wähnen uns eher in den Subtropen denn nördlich des Polarkreises.
Eigentlich wollten wir nur noch ein kurzes Stück laufen, doch findet sich im Wald kein ansprechender Zeltplatz. Erst am Njáhkájåhkå findet sich ein kleiner Rastplatz, der trockenen Untergrund für unsere Zelte bietet.