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Die drei Nationalparks Sarek, Padjelanta und Stora Sjöfallet bilden ein zusammenhängendes Gebiet mit einer Fläche von über 5200 km2, gut doppelt so groß wie das Saarland. Auf dieser Fläche gibt es unberührte Natur ohne jegliche Infrastruktur, kaum Wege und kaum Menschen. Rentiere gibt es umso mehr, das Gebiet wird von den Sami zur Rentierzucht genutzt.
Wer sich in diese einsame Gegend wagt, wird neben unvergesslichen Strapazen mit ebenso unvergesslichen Naturerlebnissen belohnt.
In den Tälern ist noch Birken- und Nadelwald vorhanden, dort ist es dann meist sehr feucht und sumpfig, man kann sich vor Mücken kaum retten. Die Baumgrenze liegt wegen des hohen Breitengrades schon bei 700 m. Darüber gibt es nur noch Weidendickicht bis knapp unters Knie, Geröll, Gletscher und Schnee.

Wasser gibt es im Sarek genug, oft mehr als dem Trekker lieb ist. Von den Gletschern rauschen Schmelzwasserbäche ins Tal, die durch die reichlichen Niederschläge noch stärker anschwellen. Damit werden sie zu unüberwindlichen Hindernissen. Man sollte seine Tour entsprechend wählen und sich vorher informieren, ob die auf dem Weg liegenden Bäche zu überwinden sind, denn Brücken gibt es so gut wie keine. Oft kommt es auf die momentan herrschenden Verhältnisse an, nach starken Regenfällen können kleine Rinnsale unpassierbar werden, eine Brücke ist über den Winter eingestürzt oder eine Schneebrücke ist zusammengeschmolzen. Deshalb ist es während der Tour hilfreich, sich bei entgegenkommenden Trekkern nach Überquerungsmöglichkeiten zu erkundigen, das kann sehr viel Zeit sparen.

Letztenendes steht man dann vor der Durchwatung des Baches. Hierbei gibt es einige Dinge zu beachten:
Verdursten wird im Sarek niemand. Das Wasser hat überall Trinkwasserqualität, und es vergeht keine halbe Stunde ohne dass man an einem Bach vorbeikommt.

Die harten Bedingungen stellen natürlich auch besondere Anforderungen an die verwendete Ausrüstung. Alle Ausrüstungsgegenstände müssen absolut zuverlässig sein und der Benutzer sollte mit der Bedienung vertraut sein. Deshalb neues Zelt vorher aufstellen üben, auch mal bei schlechtem Wetter. Gleiches gilt für Kocher und Rucksack. Einfach mal Rucksack mit viel Gewicht füllen und durch den örtlichen Park oder Wald trekken und unter (beinahe) Originalbedingungen probekochen.
Wer längere Zeit im Sarek bleiben will, der kommt um bessere Outdoorbekleidung und einige dehydrierte Spezialnahrung nicht herum, sonst kann er einfach nicht alles schleppen.
Wer nicht so gut bei Kasse ist, muss aber nicht gleich seine komplette Verpflegung beim Expeditionsausrüster kaufen, siehe Tipps zur Verpflegung
Genügend Brennstoff für Kocher mitnehmen! Lieber ein paar Liter Kaffee mehr einplanen...
Bei der Planung immer daran denken, dass man im Sarek nirgends Material oder Essen nachkaufen kann.
Entsprechendes gilt für das Erste-Hilfe-Päckchen. Lieber mehr mitnehmen, denn es kann eine Weile dauern, bis fremde Hilfe eintrifft. Deshalb sollten auch die medizinischen Kenntnisse etwas über Pflaster kleben hinausgehen.
Wir organisieren unsere Gruppe so, dass immer zwei Leute ein Team bilden und über die lebensnotwendige Ausrüstung verfügen. Im Notfall kann dann ein Team losziehen und Hilfe holen.

Erforderliche Ausrüstung:

Empfehlenswerte Ausrüstung:
Details siehe Seite Ausrüstung